Weihnachtsgruß aus Mãe Luiza

Weihnachtsgruß des Centro

An Weihnachten erreichen uns immer wieder die besten Wünsche aus dem Centro. Zum Glück ist es ja in Zeiten von Facebook und WhatsApp einfach geworden den Kontakt aufrecht zu erhalten.
Besonders bemerkenswert finden wir, dass die Musikschule des Centro Sócio es geschafft hat, einen musikalischen corona-konformen Weihnachtsgruß zu produzieren. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen – auch ohne Portugiesisch-Kenntnisse.

Mãe Luiza bekommt selbstständige Pfarrgemeinde

Logo Patrozinium

Als Padre Sabino, der Gründer des Centro Sócio, 1979 Pfarrvikar im Osten Natals wurde und sich um das Armenviertel Mãe Luiza zu kümmern begann, löste er eine Art Revolution im Viertel aus, die auch nach seinem Tod im Jahr 2006 weiter ging und bis heute anhält. Die von ihm gebaute Kirche „Nossa Senhora da Conceição“ („Unsere Liebe Frau der unbefleckten Empfängnis“ – also eine Marienkirche) und das daran angeschlossene Centro Sócio Pastoral („Sozial-Pastorales Zentrum“) mit seinen zahlreichen Einrichtungen sind ein Kristallisationspunkt der Veränderungen im Viertel.

Brasilientag – Wie ist die Lage im Centro Sócio im Corona-Herbst?

Corona-Betrieb im Casa Crescer

Nein, normal war in diesem Jahr nichts – auch nicht am Brasilientag. Wo man sich sonst ganz brasilianisch umarmte, war Abstand und Hygiene gefragt. Anstatt eines Chores und einer Band sang Gerhard einsam auf der Empore sehnuchtsvoll brasilianische Lieder. Wo sonst ein Solidaritätsessen stattfand, wurden – den Hygienevorschriften entsprechend – kleine Plätzchentüten verteilt. Den Vortrag über die aktuelle Lage in Mãe Luiza gab es im Seuchen-Abstand in der kalten Kirche anstatt im heimeligen Pfarrsaal.

„Wir gehen weiter!“ – Wie ging es Mãe Luiza im Corona-Herbst?

ls Joselia, die Leiterin des Casa Crescer, auf die Situation der Menschen von Mae Luiza angesprochen wird, sagt sei als erstes: “Wir gehen weiter! – Es tut so gut zu wissen, dass wir in dieser schweren Zeit nicht alleine sind”. Damit meint sie die Hilfe vom anderen Ende des Ozeans, genau genommen aus Penzberg. Unser Denken und Beten und unsere Spenden geben den Menschen Hoffnung, dass es wieder besser wird.

Was macht eigentlich Brasilien und Natal in dieser Pandemie-Zeit?

Auch hier tragen die Angestellten nun Schutzmasken © Espaco Solidario / Centro Sózio

Sogar Jesus zeigt sich
derzeit solidarisch mit den Kranken in Brasilien und hat Corona. Allerdings
heißt „Jesus“ der Trainer des Fußballclubs in Rio. Mit dem Einzug des Virus in
die brasilianische Fußballliga bereift ganz Brasilien allmählich, dass die Lage
ernst ist. Dessen Präsident Bolsonaro aber hat es noch nicht wirklich
begriffen.
Die Pandemieentwicklung ist der Entwicklung in Europa noch
hinterher, aber das exponentielle Wachstum der Erkrankungen ist auch in
Südamerika abzusehen.

Besuch aus Brasilien in der Penzberger Festwoche

beim Stadtfest Penzberg © I. Watzlawek / FrKr ML

Das Jahr 2019 ist ein Festjahr in Penzberg. 100 Jahre sind wir Stadt. Das war seinerzeit ein Meilenstein bei der Emanzipation aus dem Diktat des Bergwerks und legte den Grundstein für das, was wir heute als Stadt sind. Allerdings ist die Stadt eine ganz Andere – damals eine Arbeiterstadt mit 5000 Einwohnern, heute ein Pharmastandort mit fast 18 000 Einwohnern.
Dies ist eine Geschichte, die auch unserer Freunde aus Brasilien immer wieder beeindruckt.

Musikschule und Orchester in Mãe Luiza

Das Orchester im neuen Übugnssaal © G. Matschl / FrKr ML

Beim letzten Besuch von Gisela Matschl und Monika Aigner stand die neue Musikschule im Mittelpunkt. Schlechtere Nachrichten gibt es vom Altenheim – hier gibt es eine große finanzielle Schieflage. Aus dem letzten großen Projekt, das noch zu Lebzeiten des Gründers des Sozial-Pastoralen Zentrums in Mãe Luiza, Pater Sabino, angestoßen wurde, ist eine große Sache geworden: Vor über 2 Jahren wurde begonnen, eine Musikschule aufzubauen. Da dies in den pastoralen Räumen der Kirche auf Dauer nicht möglich war, und man zwecks Ungestörtheit und Lärmreduzierung gute Übungsräume schaffen musste, wurde kurzerhand der Kindergarten „Espaco Livre“ aufgestockt. Das vorwiegend durch die Schweizer Stiftung […]