Besuch aus Brasilien – Die Partnerschaft lebt und tauscht sich aus

Abschied am Flughafen ©Centro Sozio

Als Gisela Matschl, Isa Watzlawek und Moni Aigner unlängst die Menschen und Einrichtungen im Sozial-Pastoralen Zentrum in Mãe Luiza besuchten, staunten sie nicht schlecht über die Entwicklung der Musikschule. Zum Stadtfest in Penzberg konnte nun wieder ein Besuch einer Delegation aus Mãe Luiza in Penzberg organisiert werden.

Die Musikschüler auf dem WEg durch das Viertel © Centro Sozio
Ein musikalischer Zug durch die Straßen in Mae Luiza
Die Musikschule bringt Leben in das Viertel.

Isa Watzlawek, erzählt noch sichtlich beeindruckt von ihrem Besuch dort: „Zehn Jahre ist es her, dass ich das letzte Mal zum Kindergarten gelaufen bin, jetzt stach ein hoch gefliestes Gebäude ins Auge, wunderschön und groß für diese Straße.“
Der Kindergarten wurde aufgestockt und beherbergt die neue Musikschule. Isa erzählt weiter: „Leonardo, der musikalische Leiter und Dirigent, trommelte alle zusammen und wollte spontan eine Gesprächsrunde starten. Da war ich mal kurz überfordert…. Nicht nur, weil mein Portugiesisch nicht das Beste ist. Auch weil die 16 Jugendlichen nach einer kurzen Vorstellungsrunde, ziemlich begeistert waren, von sich erzählen zu können. Sie forderten unsere Fragen heraus. Sie waren selbstbewusst, interessiert und engagiert. Die Jugendlichen berichteten davon, wie sehr die Musik ihr Leben, zum Positiven, verändert hatte. Was die Musikschule ihnen für Perspektiven und Möglichkeiten eröffnet. Noch nie habe ich so viele Jugendliche gesehen, die freiwillig und gerne in ihrer Freizeit zusammenkommen, um Musik zu machen und zu lernen. Die staatliche Schule hatte ja über Fasching eigentlich zu. Doch für die jungen Musiker ist es ein gemeinsamer Ort, den sie gerne nutzen.“

Kinder der Musikschule beim Proben. © Moni / FrKr ML
Kinder der Musikschule beim Proben

Wieder eine Saat, die aufgegangen ist, die junge Menschen im armen Viertel der Millionenmetropole Natal ein Stück selbstbewusster macht. Wie hatte Pater Sabino einst gesagt: Es ist nicht schwer die Menschen aus der Favela zu bringen, sondern die Favela aus den Menschen.
Genau das passiert aber hier: Lebensperspektiven öffnen sich, Leben fühlt sich sinnvoll und wertvoll an. Das ist es, was Menschen verändert.

Ein Grund des Besuches dort war es auch, den Besuch der Freunde aus Brasilien im Juli in Penzberg vorzubereiten. Wir freuen uns rund um das Penzberger Stadtfest acht Vertreter und Vertreterinnen des Sozial-Pastoralen Zentrums und Padre Roberio in Penzberg begrüßen zu dürfen. Dies wird möglich durch Zuschüsse durch den gemeinnützigen Verein Jugendhaus Düsseldorf, den katholischen Fonds und diverse Extra-Spenden.

Gruppenfoto in Mae Luiza. © FrKr / ML
… ein paar davon freuen sich schon auf ihren Besuch im Juli.

Die Gruppe wird unterwegs sein in den Penzberger Schulen, beim Stadtfest und bei den umliegenden Unterstützer-Initiativen. Unsere Gäste werden den brasilianischen Kampfsport Capoeira vorführen, über die Projekte in Mãe Luiza informieren und hoffentlich auch ein paar gebrauchte Instrumente für die Musikschule mit nach Hause nehmen können. Denn ein gut klingendes und spielbares Instrument kann sich im Viertel keine Familie leisten.

zum Bericht im Gelben Blatt zum bevorstehenden Besuch

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