Padre Robério ist am Sonntag Vormittag, 18.10.26, im Alter von 66 Jahren verstorben.
Erst im Juni wurde bei ihm MDS, eine der Leukämie ähnlichen Knochenmarkserkrankung festgestellt. Nun war er parallel dazu an einer Lungenentzündung erkrankt und ist an einer Lungen-Sepsis verstorben.
Monsignore Robério Camilo, gebürtig aus Poço Branco (eine Autostunde von Natal entfernt), wurde am 10. Dezember 1959 geboren. Er studierte Philosophie und Theologie. Er war auch Schüler im Seminar von Padre Sabino und damit Kenner und Unterstützer von Sabinos Ideen.
Er wurde am 15. August 1987 zum Priester geweiht. Er hatte einen theologischen Abschluss der Päpstlichen Gregoriana Universität in Rom.
Im Laufe seiner 39-jährigen Priesterlaufbahn widmete er sich insbesondere den sozialen Tätigkeiten der Kirche. Unter der geistlichen Leitung von Bischof Dom Matias Patrício de Macedo war er Generalvikar des Erzbistums Natal und jahrzehntelang Dozent im Seminar von São Pedro. Derzeit war er Bischöflicher Vikar für soziale Institutionen, Pfarrer in Mãe Luiza, Präsident des Centro Sózio und Diözesankoordinator der Sobrietätsseelsorge.
Mãe Luiza ist bestürzt. Nach dem Verlust Padre Sabinos vor 20 Jahren, der eine wesentliche Identifikationsfigur des Viertels war, ist nun auch sein Nachfolger, der sich ebenso Respekt und Ansehen im Viertel erarbeitet hatte, viel zu früh verstorben. Die Aktivitäten des Centro Sózio ruhten am Montag, an dem Tag fand auch die Aufbahrung und Beerdigung in seinem Heimatort Poço Branco statt. Auch in Mãe Luiza und in der Kathedrale von Natal fanden Messen statt.
Robério hinterlässt eine große Lücke, aber das großartige Team des Centro Sózio – und wir an ihrer Seite – sind bereit weiter für die Bewohner des Viertels Mãe Luiza zu kämpfen.

In den sozialen Medien nehmen die Freunde Abschied:
„Padre, Freund, du wirst mir fehlen.
Ich hatte das Privileg deine weisen Predigten zu hören, dich zu kennen. Mögen deine Glaubenszeugnisse in der Erinnerung aller lebendig bleiben.“
„Heute ist für mich ein Tag voller Schmerz, aber ich weiß, dass Pater Robério bei mir bleiben wird, weil er der Einzige war, der an mich geglaubt hat, als ich ihn am meisten brauchte. Ein Mann, der mir Vertrauen geschenkt hat und an die Liebe Gottes glaubt und weiß, dass alles in meinem Leben gut sein wird, wenn man die richtigen Dinge tut und ehrlich bleibt.“
„Heute ist der Tag ohne Farbe vergangen.
Heute habe ich gelächelt, aber innerlich war ich verletzt.
Heute gab es kein „Bis dann“; „Bis später“; „Geht in Frieden und der Herr begleite euch“.
Heute habe ich das schwarze Gewand angezogen.
Heute habe ich verstanden: „Nur für heute, Gott sei Dank!“.
Heute wirkt alles so klein.
Heute wirkt alles so friedvoll.
Heute wird der Himmel irdisch.
Heute hat sich der Himmel gefreut.
Heute hast du deine Freunde, Familie und Heiligen wiedergetroffen.
Heute hat das Leben dein Manifest eingefordert.
Heute hat die Welt ein Licht verloren und der Himmel führt es zurück.
Geliebter, Padre Robério.
Ich dachte, ich hätte mehr Zeit, um dich um Verzeihung für die falschen Dinge zu bitten, die ich getan habe. Ich habe weder den Mut noch die Vorbereitung, zu deiner Leichenfeier zu gehen; ich weiß, dass du in deiner Einfachheit und Demut mich verstehst. Aber ich tue, was ich für das Beste halte, was ich „zu können glaube“: schreiben.
Nicht für mich und nicht über mich, sondern nur um das Offensichtliche zu bezeugen, wie wichtig du in meinem Leben warst.
Mögest du weiterhin Gutes vom Himmel aus tun, denn heute haben wir einen starken Fürsprecher gewonnen. Ich hoffe, die Gnade zu haben, dich im Himmel wiederzutreffen.“
„Hallo, Padre!
Was für ein trauriger Tag, zu erfahren, dass Sie nicht mehr unter uns sind. Es fühlt sich an, als wären wir zum zweiten Mal Waisen eines Priesters. Aber ich möchte versuchen, dieses Gefühl neu zu interpretieren und mich entschieden dankbar zu zeigen.
Ich danke Ihnen, dass Sie uns ausgewählt haben, dass Sie die Projekte von Mãe Luiza nach dem Weggang von Vater Sabino fortgeführt haben. Für all Ihr Zuhören, Ihre Aufnahmebereitschaft und für so viele Predigten, die uns viel gegeben haben.
Ich danke Ihnen für unsere Freundschaft, für so viele schöne Momente, die wir geteilt haben. Ich habe Ihnen immer gesagt, wie sehr ich Sie bewundert habe und wie wichtig Ihre Anwesenheit war. Danke für all die Male, in denen Sie das Brot mit denen geteilt haben, die an Ihre Tür klopften.
Es war eine Ehre, Sie als Nachbarn zu haben und auch Ihre Kochkünste erleben zu dürfen!
Sie sind an einem so schönen Sonntag gegangen. Ich glaube, dass Sie Padre Sabino schon wieder getroffen haben. Erzählen Sie ihm von uns, sagen Sie ihm, wie es uns geht und dass wir weiterhin zusammenstehen, vorwärts gehen und alles am Leben erhalten, was Sie beide uns gelehrt haben.“
