{"id":1512,"date":"2016-06-04T23:00:48","date_gmt":"2016-06-04T22:00:48","guid":{"rendered":"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/?p=1512"},"modified":"2016-07-01T17:38:11","modified_gmt":"2016-07-01T16:38:11","slug":"padre-sabino-sein-lebensweg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/?p=1512","title":{"rendered":"Padre Sabino &#8211; sein Lebensweg"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Anl\u00e4sslich des 10. Todestages von Pater Sabino Gentili wollen wir hier sein Leben und Werk in einer Beitragsreihe beleuchten und w\u00fcrdigen.<\/em><\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_1519\" aria-describedby=\"caption-attachment-1519\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Castel-di-Tora-cc-wikipedia-Autor-Pippo-B.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1519\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1519\" src=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Castel-di-Tora-cc-wikipedia-Autor-Pippo-B-750x1024.jpg\" alt=\"Ansicht Castel di Tora aus Wikipedia (cc-Lizenz)\" width=\"400\" height=\"546\" srcset=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Castel-di-Tora-cc-wikipedia-Autor-Pippo-B-750x1024.jpg 750w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Castel-di-Tora-cc-wikipedia-Autor-Pippo-B-220x300.jpg 220w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Castel-di-Tora-cc-wikipedia-Autor-Pippo-B-768x1048.jpg 768w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Castel-di-Tora-cc-wikipedia-Autor-Pippo-B.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1519\" class=\"wp-caption-text\">Castel di Tora \u00a9wikipedia; cc-Lizenz; Pippo-B<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sabino wurde 1945 als Sohn von Kleinbauern in Castel di Tora geboren. Das Dorf, 70 km nordwestlich von Rom, liegt malerisch in den H\u00fcgeln der Provinz Rieti und wird unter den sch\u00f6nsten D\u00f6rfern Italiens gelistet. Nichtsdestotrotz ist die Region aber seit langem von massiver Abwanderung betroffen.<\/p>\n<p>Sabino verlie\u00df mit \u00a011 Jahren sein Elternhaus, um in einem Internat der Salesianer die Schule zu besuchen; die einzige M\u00f6glichkeit f\u00fcr einen h\u00f6heren Schulabschluss in der Gegend. Danach folgte er seiner Berufung. Er blieb bei den Salesianern, und studierte in Benediktbeuern Theologie. Nebenbei arbeitete er im Penzberger Krankenhaus. \u00dcber diese T\u00e4tigkeit fand er freundschaftlichen Anschluss zur Familie Zitar in Penzberg. 1973 wurde er zum Priester geweiht und ging 1974 auf Gehei\u00df seines Priors nach Brasilien. Nach einem P\u00e4dagogikstudium in Minas Gerais kam er ins Salesianer-Kolleg nach Natal und \u00fcbernahm dort bald die Leitung. Als er ein Jahr nach Europa zur\u00fcckgekehrt war, reifte in ihm der Entschluss ganz an der Basis mit den Armen zu leben und zu arbeiten. <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"alignright wp-image-1517\" src=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/PeSabino_Banner7b-215x300.png\" alt=\"Kinderbild Pater Sabino\" width=\"251\" height=\"350\" srcset=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/PeSabino_Banner7b-215x300.png 215w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/PeSabino_Banner7b-735x1024.png 735w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/PeSabino_Banner7b.png 764w\" sizes=\"(max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/>Gepr\u00e4gt von den Lehren der Einfachheit eines Franziskus in seiner Heimat, vom Ansatz der Jugendpastoral seiner geistlichen Heimat, den Salesianern, und durchaus auch von der Befreiungstheologie Brasiliens, beschloss er Gemeindepriester in M\u00e3e Luiza zu werden. Dazu verlie\u00df er den Orden und zog 1980 in ein Haus inmitten der Favela, um sich ganz\u00a0 den Menschen im Viertel zu widmen. Seinen Lebensunterhalt sicherte er durch verschiedene Jobs, u.a. in einer Bibliothek und bei einem Radiosender, sp\u00e4ter \u00fcber die Leitung des brasilianischen Kindernotrufs \u201eS.O.S. crian\u00e7a\u201c. Da es sich bei M\u00e3e Luiza lediglich um eine Pfarrvikarstelle handelte, wurde er von seiner Di\u00f6zese daf\u00fcr nicht bezahlt. Er gr\u00fcndete das sozial-pastorale Zentrum in M\u00e3e Luiza und sicherte dessen Bestand durch ein Netzwerk an G\u00f6nnern und Helfern aus Brasilien, Deutschland, der Schweiz und Italien.<\/p>\n<p>Einer seiner Unterst\u00fctzer wurde ab 1983 Konrad Albrecht, der damalige Pfarrer in Penzberg \/ Steigenberg, in ihm fand er einen Bruder im Geiste. Dies wurden auch die Wurzeln unseres Partnerschaftsvereins, der 1987 mit ca. 10 Personen seine T\u00e4tigkeit aufnahm.<br \/>\nSabinos K\u00f6nnen im organisatorischen, p\u00e4dagogischen und pastoralen Bereich, seine weltoffene, menschenfreundliche, glaubw\u00fcrdige Art und sein sprachliches Talent \u2013 er sprach flie\u00dfend Italienisch, Deutsch, Englisch, Franz\u00f6sisch, Spanisch und Portugiesisch \u2013 machten ihn zu einem hochgeachteten Gespr\u00e4chs- und Verhandlungspartner, sowohl f\u00fcr die Menschen vor Ort, als auch f\u00fcr die Verantwortungstr\u00e4ger in Politik und Kirche. Sabino besuchte Europa so oft es ihm m\u00f6glich war und empfing gerne G\u00e4ste und Praktikanten in M\u00e3e Luiza.<\/p>\n<p>Als er, seiner Endlichkeit bewusst, 2006 gerade das Projekt der Gr\u00fcndung der Stiftung \u201eGeRecht\u201c in trockenen T\u00fcchern hatte und deshalb wieder in Europa weilte, besuchte er als letzte Station der Reise seine Familie und sein Heimatdorf. Am Ende einer Prozession dort verstarb er an \u201eseinem zu gro\u00dfen Herz\u201c, wie es Ion de Andrade, der Kinderarzt im Centro S\u00f3cio, so zweideutig treffend formulierte.<\/p>\n<p>Nach einer Schockstarre in M\u00e3e Luiza wurde aber klar: Die Projekte enden damit nicht. Man begriff: \u201eSabino l\u00e4sst uns nicht als Waisen zur\u00fcck, sondern als Erben.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_1523\" aria-describedby=\"caption-attachment-1523\" style=\"width: 782px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1523 size-full\" src=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/PeSabino_Batizado-web.jpg\" alt=\"Bild von einer Taufe\" width=\"782\" height=\"550\" srcset=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/PeSabino_Batizado-web.jpg 782w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/PeSabino_Batizado-web-300x211.jpg 300w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/PeSabino_Batizado-web-768x540.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 782px) 100vw, 782px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1523\" class=\"wp-caption-text\">Pater Sabino mit seiner rechten Hand, Schwester Franziska, bei einer Taufe in den 70ern.<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich des 10. Todestages von Pater Sabino Gentili wollen wir hier sein Leben und Werk in einer Beitragsreihe beleuchten und w\u00fcrdigen. Sabino wurde 1945 als Sohn von Kleinbauern in Castel di Tora geboren. Das Dorf, 70 km nordwestlich von Rom, liegt malerisch in den H\u00fcgeln der Provinz Rieti und wird unter den sch\u00f6nsten D\u00f6rfern Italiens gelistet. Nichtsdestotrotz ist die Region aber seit langem von massiver Abwanderung betroffen. Sabino verlie\u00df mit \u00a011 Jahren sein Elternhaus, um in einem Internat der Salesianer die Schule zu besuchen; die einzige M\u00f6glichkeit f\u00fcr einen h\u00f6heren Schulabschluss in der Gegend. Danach folgte er seiner Berufung. 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