{"id":1501,"date":"2016-07-01T09:00:15","date_gmt":"2016-07-01T08:00:15","guid":{"rendered":"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/?p=1501"},"modified":"2017-02-10T19:53:55","modified_gmt":"2017-02-10T18:53:55","slug":"das-leben-ist-ein-labor-sabinos-arbeit-in-mae-luiza","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/?p=1501","title":{"rendered":"Das Leben ist ein Labor \u2013 Sabinos Arbeit in M\u00e3e Luiza"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Anl\u00e4sslich des 10. Todestages von Pater Sabino Gentili wollen wir hier sein Leben und Werk in einer Beitragsreihe beleuchten und w\u00fcrdigen.<\/strong><\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_1502\" aria-describedby=\"caption-attachment-1502\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1502\" src=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Sabino-ML-80er-300x197.jpg\" alt=\"Bild von Padre Sabino im Viertel Mae Luiza\" width=\"300\" height=\"197\" srcset=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Sabino-ML-80er-300x197.jpg 300w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Sabino-ML-80er-768x504.jpg 768w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Sabino-ML-80er.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1502\" class=\"wp-caption-text\">Padre Sabino wie und wo er lebte: Mit und unter den Armen des Viertels, um mit ihnen Freud und Leid zu teilen und ihre Kr\u00e4fte zu mobilisieren und zu b\u00fcndeln.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sabino selbst ist immer Sch\u00fcler geblieben. Das Leben war f\u00fcr ihn ein andauernder Lernprozess mit den dazugeh\u00f6rigen Fehlern.<\/p>\n<p>P\u00e4dagogik war f\u00fcr ihn der Weg, den Menschen W\u00fcrde zu geben. Denn es geht nicht um Almosen, die die Welt verbessern und Ungerechtigkeiten beseitigen. Sabino wollte die Menschen selbst erm\u00e4chtigen, ihre Rechte einzufordern und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Bildung war sein Schl\u00fcssel zur konkreten und nachhaltigen Verbesserung der Lebenssituation des Viertels und jedes und jeder einzelnen. Daher war es nur logisch, dass Sabino f\u00fcr den Weg M\u00e3e Luizas einen Kindergarten, eine Schule und viele Kursangebote schuf.<\/p>\n<p>Denn der Weg in Brasilien begann f\u00fcr Sabino als Lehrer an der Salesianerschule von Natal. Und auch als er die Pfarrstelle in Mae Luiza annahm, blieb er P\u00e4dagoge. Das Bildungssystem in Brasilien war und ist eine Katastrophe. Die staatlichen Schulen genie\u00dfen einen schlechten Ruf, kostenintensive Privatschulen bringen die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen zum Abitur. An den staatlichen Schulen fallen zahlreiche Stunden waufgrund von Streiks der Lehrerschaft (wegen nicht gezahltem Lohn) aus. Millionen von Jugendlichen im Alter von 15 bis 20 Jahren besuchen noch immer die Grundschule.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1505\" aria-describedby=\"caption-attachment-1505\" style=\"width: 212px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1505 size-medium\" src=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Sabino-ML-80er2-212x300.jpg\" alt=\"\u00a9 FrKr ML\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Sabino-ML-80er2-212x300.jpg 212w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Sabino-ML-80er2-768x1089.jpg 768w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Sabino-ML-80er2-722x1024.jpg 722w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Sabino-ML-80er2.jpg 846w\" sizes=\"(max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1505\" class=\"wp-caption-text\">Pater Sabino war hoch geachtet &#8211; so wie auch er den anderen stets Achtung entgegen brachte.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Sabinos Weg wuchs immer mit den Menschen, mit denen er zusammenlebte, er vertraute in ihre M\u00f6glichkeiten. Die Erzieherinnen und LehrerInnen f\u00fcr seine Einrichtungen bildete er selbst aus dem Viertel heraus aus. So \u00fcbernahmen Frauen und M\u00e4nner des Viertels Verantwortung f\u00fcr Kinder und Jugendliche. \u00a0Seine Methode war das Zuh\u00f6ren und er verf\u00fcgte \u00fcber die Kompetenz Ideen von Gruppen in gro\u00dfe Projekte zu verwandeln. Er schuf Riesiges mit kleinen Samen. Man denke nur an die Siedlung \u201eSopapo\u201c, die einfache Menschen in M\u00e3e Luiza selbst bauten, um ein w\u00fcrdevolles Zuhause zu haben. Nebenbei erlernten sie dabei Berufe wie Maurer, Elektriker oder Schreiner.<\/p>\n<p>Auf seine Initiative hin haben die Projekte von M\u00e3e Luiza auch eine internationale Dimension bekommen, indem Menschen verschiedener L\u00e4nder ins Viertel gekommen sind, um dort mitzuleben, dort zu lernen und zu arbeiten. Ohne zu \u00fcbertreiben, M\u00e3e Luiza ist eine kleine Zelle von Menschlichkeit geworden. Alle, die dort die Ideen und Realit\u00e4ten mitentwickeln, entwickeln sich selber mit. Unabh\u00e4ngig von der Herkunft und ohne Rangordnung. Deutsche, Schweizer, Belgier, Brasilianer und andere haben ihr Herz f\u00fcr M\u00e3e Luiza ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Sabino hat gesagt, dass das Leben wie ein Labor ist, in dem etwas ausprobiert werden muss. Aus Fehlern m\u00fcssen wir lernen. Der Samen, den er ges\u00e4t hat, ist reich aufgegangen. In M\u00e3e Luiza, in Natal, in Penzberg, in der Schweiz und andernorts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl\u00e4sslich des 10. Todestages von Pater Sabino Gentili wollen wir hier sein Leben und Werk in einer Beitragsreihe beleuchten und w\u00fcrdigen. Sabino selbst ist immer Sch\u00fcler geblieben. Das Leben war f\u00fcr ihn ein andauernder Lernprozess mit den dazugeh\u00f6rigen Fehlern. P\u00e4dagogik war f\u00fcr ihn der Weg, den Menschen W\u00fcrde zu geben. 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