{"id":1328,"date":"2015-05-04T20:05:09","date_gmt":"2015-05-04T19:05:09","guid":{"rendered":"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/?p=1328"},"modified":"2015-05-04T20:07:52","modified_gmt":"2015-05-04T19:07:52","slug":"3-monate-mae-luiza-ein-reisebericht-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/?p=1328","title":{"rendered":"3 Monate M\u00e3e Luiza &#8211; Ein Reisebericht"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Die Abiturientin Isabelle Brunner (19) verbrachte im vergangenen Jahr 3 Monate in M\u00e3e Luiza, um im Centro S\u00f3zio zu arbeiten. Nun berichtete sie uns, wie es dazu kam, was sie erlebt hat und was sie von ihren Erfahrungen mit in ihr Leben nimmt.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>Schon vor dem Abitur entschied Isabelle, dass sie gerne Auslandserfahrung sammeln wollte. Auf der Suche nach einem etwas k\u00fcrzeren sozialen Projekt stie\u00df sie auf Gisela Matschl und die Partnerschaft M\u00e3e Luiza. Im Gespr\u00e4ch mit ihr wurde das Projekt schnell konkreter, nach dem Abitur ging es los.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1330\" aria-describedby=\"caption-attachment-1330\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1330\" src=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Isabelle-ML-15-1-300x225.jpg\" alt=\"Bild im Kindergarten\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Isabelle-ML-15-1-300x225.jpg 300w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Isabelle-ML-15-1.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1330\" class=\"wp-caption-text\">Lindo! &#8211; Isabelle im Espa\u00e7o Livre (Kindergarten)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach einem Zwischenstopp in Lissabon und dem dort obligatorisch verloren gegangenen Koffer, wurde sie von Jos\u00e9lia, Leiterin im Casa Crescer, und ihrer Familie schon freudig in Brasilien begr\u00fc\u00dft. \u201e<em>Da kam auch schon das n\u00e4chste Problem, die Sprachbarriere<\/em>\u201c, erinnert sich Isabelle, \u201e<em>Irgendwie dachte ich, ich w\u00fcrde mit Englisch schon weiter kommen, aber sehr bald stellte sich raus, dass ich mir mit meinen d\u00fcrftig h\u00e4ngengebliebenen Spanisch-Kenntnissen aushelfen musste.<\/em><\/p>\n<p><em>Am n\u00e4chsten Abend ging es gleich in die Kirche, wo ich allen Gemeindemitgliedern vorgestellt wurde. So einen Gottesdienst hab ich echt noch nie erlebt, alle singen, tanzen und klatschen begeistert mit! Falls irgendwer jemals die M\u00f6glichkeit hat, sich einen brasilianischen Gottesdienst anzuschauen, sollte das unbedingt tun!! Obwohl ich, zugegeben, normalerweise nicht so regelm\u00e4\u00dfig den Gottesdienst besuche, hat es mir in M\u00e3e Luiza richtig Spa\u00df gemacht.<\/em><\/p>\n<p><em>In den darauffolgenden Tagen lernte ich alle kirchlich unterst\u00fctzen Einrichtungen und die Mitarbeiter kennen.<\/em>\u201c Sie traf dort auch auf eine Schweizerin, die f\u00fcr ein halbes Jahr dort arbeitete.<\/p>\n<p>In den folgenden Wochen \u00fcbernahm sie einen Wassergymnastikkurs im Espa\u00e7o Solid\u00e1rio (Seinorenheim) und Englischkurse im Casa Crescer und im Espa\u00e7o Livre (Schule und Kindergarten). Von Anfang an wurde sie sehr herzlich aufgenommen und beim Portugiesisch-Lernen kr\u00e4ftig unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Als Ende August Jos\u00e9lia mit Deca, einer anderen Lehrerin, nach Deutschland flog, zog Isabelle zu einer anderen Familie im Viertel. Beeindruckt berichtet sie von einem Erlebnis: \u201e<em>Mit meiner Gastschwester und ihren Freunden aus der Gemeinde habe ich an einem Nachmittag fast 30 Liter Suppe gekocht, die wir anschlie\u00dfend in Natal den ganzen Abend lang von der Ladefl\u00e4che eines Pick-Ups an Obdachlose verteilt haben. Dass in einer Vorstadt, in der selbst immer noch Armut herrscht, die Jugendlichen bereit sind ihren Freitagabend zum Suppe-Verteilen zu verwenden, fand ich sehr au\u00dfergew\u00f6hnlich.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kam auch das Urlaubs-Feeling nicht zu kurz. So machte junge Frau gemeinsame Ausfl\u00fcge zu einem S\u00fc\u00dfwassersee, nicht weit vom Meer, besuchte bei Pirangi den gr\u00f6\u00dften Cashewbaum der Welt oder war auf den Markt in Alecrim.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1331\" aria-describedby=\"caption-attachment-1331\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Isabelle-ML-15-2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1331\" src=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Isabelle-ML-15-2-300x225.jpg\" alt=\"Bild im Espa\u00e7o Solidario\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Isabelle-ML-15-2-300x225.jpg 300w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Isabelle-ML-15-2.jpg 1000w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1331\" class=\"wp-caption-text\">Das Abschiedsfest im Espa\u00e7o Solid\u00e1rio (Seniorenheim)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bevor sie wieder abfuhr, gab es noch viele Abschiedsfeiern. \u201e<em>Fast jede einzelne Klasse des Casa Crescer, des Espa\u00e7o Livre und die Wassergymnastikgruppe des Espa\u00e7o Solid\u00e1rio haben jeweils etwas f\u00fcr mich organisiert, ohne dass ich davon wusste. Es gab Kuchen, Kekse und Erfrischungsgetr\u00e4nke und sogar ein paar kleine Geschenke.<\/em>\u201c, freut sich Isabelle.<\/p>\n<p>Als die 3 Monate fast vor\u00fcber waren, war noch ein Abstecher nach Rio de Janeiro drin, denn \u201e<em>Wann werde ich so schnell wieder die M\u00f6glichkeit bekommen nach Brasilien zu fliegen?<\/em>&#8220;<br \/>\nNun ja, vermutlich bald, denn: \u201e<em>Wenn ich jetzt so erz\u00e4hle, bekomme ich richtig \u201aSaudade\u2018!! Das ist sowas wie Heimweh, aber noch viel intensiver und ehrlicher.<\/em><br \/>\n<em> Die 3 Monate sind wirklich viel zu schnell vergangen und die Arbeit hat sich definitiv nicht wie Arbeit angef\u00fchlt! Ich habe dort so viele Eindr\u00fccke bekommen, dass ich gar nicht wei\u00df, wie ich das in Worte fassen soll. Man lernt einen ganz anderen Lebensstil kennen, das f\u00e4ngt bei den H\u00e4usern an, geht weiter \u00fcber die Essgewohnheiten, bis hin zu dem Klamottenstil (Ich glaube die Leggins aus den 80ern sind bald wieder \u00fcberall Trend \ud83d\ude42 ).<\/em><\/p>\n<p><em>In der Zeit in M\u00e3e Luiza habe ich eine Menge toller Leute kennengelernt und ich freue mich darauf, sie alle (hoffentlich bald) mal wieder zu besuchen!<\/em>\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Abiturientin Isabelle Brunner (19) verbrachte im vergangenen Jahr 3 Monate in M\u00e3e Luiza, um im Centro S\u00f3zio zu arbeiten. Nun berichtete sie uns, wie es dazu kam, was sie erlebt hat und was sie von ihren Erfahrungen mit in ihr Leben nimmt. Schon vor dem Abitur entschied Isabelle, dass sie gerne Auslandserfahrung sammeln wollte. Auf der Suche nach einem etwas k\u00fcrzeren sozialen Projekt stie\u00df sie auf Gisela Matschl und die Partnerschaft M\u00e3e Luiza. 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