{"id":1059,"date":"2012-08-25T20:23:37","date_gmt":"2012-08-25T19:23:37","guid":{"rendered":"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/?p=1059"},"modified":"2014-08-16T21:00:11","modified_gmt":"2014-08-16T20:00:11","slug":"des-glaab-i-jetz-ned-ein-ausflug-zu-padre-luiz-paulo","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/?p=1059","title":{"rendered":"Des glaab i jetz ned \u2013 Ein Ausflug zu Padre Luiz Paulo"},"content":{"rendered":"<figure id=\"attachment_1060\" aria-describedby=\"caption-attachment-1060\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Bras_12_Joac_0258.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1060 size-medium\" title=\"\u00a9 Joachim \/ FrKr ML\" src=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Bras_12_Joac_0258-300x225.jpg\" alt=\"Bild in der Kirche von M\u00e3e Luiza\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Bras_12_Joac_0258-300x225.jpg 300w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Bras_12_Joac_0258.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1060\" class=\"wp-caption-text\">Abschiedsmesse von Luiz Paulo in M\u00e3e Luiza<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Abendmesse:<\/strong><br \/>\nPadre Luiz Paulo, der momentan letzte Kaplan von Padre Rob\u00e9rios gro\u00dfer Pfarrei feiert seine Abschiedsmesse. Er bekommt nun eine eigene Pfarrei in der Erzdi\u00f6zese.<br \/>\nRob\u00e9rio gibt ein paar seiner zahlreichen Aufgaben ab und leitet die Pfarrei nun alleine \u2013 nat\u00fcrlich weiterhin mit all seinen excellenten Mitarbeitern. Eine kleine Ministrantin weint bitterlich, die Menge ist ergriffen. Luiz Paulo war hier weitgehend f\u00fcr die Jugendarbeit zust\u00e4ndig.<\/p>\n<p><strong>3 Tage sp\u00e4ter:<\/strong><br \/>\nMit der obligatorischen halben Stunde Versp\u00e4tung setzen sich drei Busse in Richtung Luiz Paulos neuer Wirkungsst\u00e4tte in Bewegung, wo er heute seine erste Messe feiern wird. F\u00fcr viele hier, die selten aus dem Viertel raus kommen, eine gro\u00dfe Reise.<br \/>\nDie drei Reisebusse mit etwas verdunkelten Scheiben und defekter Klimaanlage fahren aus undurchsichtigen Gr\u00fcnden durch enge Gassen M\u00e3e Luizas und verirren sich dann f\u00fcr ungef\u00e4hr eine Stunde im Berufsverkehr Natals.<br \/>\nIn einem Bus ist die Pfarreijugend, im zweiten alle M\u00f6glichen und im dritten sind die Legion\u00e4rinnen Mariens und deren Sympatisanten mit der glaubhaften Warnung \u201cIch bin ein Missionar\u201d auf dem T-Shirt, und nat\u00fcrlich wir, die Penzberger.<br \/>\nAuf der Fernstra\u00dfe angekommen wird Kaffee und Kuchen ausgepackt. Nachdem ein paar von uns diese Dinge erworben haben, mischt sich eine Frau im roten T-Shirt ein. Sie versucht folgende \u00e4u\u00dferst komplizierte Situation zu entwirren:<br \/>\nEs wurden offenbar 2 Tassen Kaffee f\u00fcr je 1 Real ausgegeben und 3 St\u00fcck Kuchen f\u00fcr auch je 1 Real. In dem Geschrei, das mindestens 15 Minuten anh\u00e4lt, wird nicht ganz klar, ob man nicht wei\u00df, wer wie viel Wechselgeld bekommt, oder ob der Kaffee schlicht und einfach nichts kosten sollte. Die sprachlich Unbedarften beginnen vorsichtshalber ein Schuldbewusstsein zu entwickeln und haben Angst aussteigen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1061\" aria-describedby=\"caption-attachment-1061\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1061 size-medium\" title=\"\u00a9 Gerd \/ FrKr ML\" src=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Bras_12_Gerd-Luiz-Paulo-300x187.jpg\" alt=\"Bild im Bus nach Tibau \/ RN\" width=\"300\" height=\"187\" srcset=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Bras_12_Gerd-Luiz-Paulo-300x187.jpg 300w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/Bras_12_Gerd-Luiz-Paulo.jpg 912w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1061\" class=\"wp-caption-text\">Im Bus steigt die Stimmung.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bald darauf wird es einer Missionarin, nennen wir sie Blechbixn, langweilig. Sie beginnt in einem be\u00e4ngstigend dicken Buch zu bl\u00e4ttern und singt lauthals heilige Lieder. Die ersten 20 Minuten ist dies auch durchaus sch\u00f6n. Einige andere stimmen ein, eine andere Frau, nennen wir sie Lachsack, durchdringt einstweilen den restlichen Bus mit ihrer Heiterkeit.<br \/>\nMittlerweile ist es dunkel und es regnet etwas.<br \/>\nDer Bus stoppt unvermittelt auf der Fernstra\u00dfe. Es werden Kaffekannen zwischen den Bussen ausgetauscht.<br \/>\n10 Minuten vor Messbeginn erreichen wir unseren Zielort doch noch.<\/p>\n<p>Die Kirche vor Ort wird gerade erweitert. Im Inneren ist noch der Rohbau erkennbar. Weil insgesamt etwa 7 Buss gekommen sind, sind vor der Kirche zwei gro\u00dfe Zeltd\u00e4cher aufgebaut, wo ein gro\u00dfer Teil der G\u00e4ste Platz finden soll.<br \/>\nDie Szenerie hat nur zwei Fehler:<br \/>\nErstens: Der Platz vor der Kirche ist ein vielgenutzer Hauptplatz des Ortes, mit vielen Menschen, die nicht wegen der Messe gekommen sind.<br \/>\nZweitens: Neben dem Zelt stehen Megaboxen, die drohen die Messe bis \u00fcber das Gemeindegebiet hinaus zu \u00fcbertragen. Diese Boxen sind kurz vor dem \u00dcbersteuern und haben ein Problem mit den Hocht\u00f6nern.<br \/>\nEine nicht zur Gemeinde geh\u00f6rende Messnerin teilt die Sitzpl\u00e4tze zu. Ministranten aus ML, darunter auch die jetzt nicht mehr bitterlich Weinende, haben sich in Schale geworfen und stellen sich mit Luiz Paulo auf.<\/p>\n<p><strong>Einzug:<\/strong> Die Band beginnt zu spielen, 50 Leute vor der Box k\u00e4mpfen mit dem H\u00f6rsturz, oder haben den Kampf schon seit Jahren verloren.<br \/>\nIch entferne mich dezent.<br \/>\nEin Ehepaar, das Hochzeitstag hat, hat sich zur Feier des Tages schon in ein nahes Restaurant zurueckgezogen \u2013 dort ist die Lautst\u00e4rke ganz angenehm.<br \/>\n<strong>Kyrie:<\/strong> Es regnet wieder st\u00e4rker, die Menschen, die an der Nahtstelle zwischen den beiden Zeltd\u00e4chern sitzen werden nass und dr\u00e4ngen die angrenzenden Leute raus in den Regen.<br \/>\n<strong>Gloria:<\/strong> Zwei weitere unserer Gruppe fl\u00fcchten vor dem Lautsprecher und stehen Einheimischen bei, die das Treiben mit Zigarrette oder Bierdose in der Hand aus sicherer Entfernung verfolgen.<br \/>\n<strong>Predigt:<\/strong> Die Weihrauchministranten sind unterbesch\u00e4ftigt und ziehen sich dezent in eine Kneipe zur\u00fcck, wo sie bei Eis und Wasser bis zu ihrem n\u00e4chsten Einsatz verweilen.<br \/>\n<strong>Gabenbereitung:<\/strong> Mehrere Hauptamtliche des Centro verbr\u00fcdern sich mit Penzbergern und Jugendlichen aus ML, um den nahegelegenen Strand zu begutachten. Auch dort bekommen sie noch gen\u00fcgend von der Messe mit. Es regnet nicht mehr.<br \/>\n<strong>Nach der Gabenbereitung:<\/strong> Der Geldsammel-Ministrant ist fertig. Er verl\u00e4sst kurz die Kirche, um seiner drau\u00dfen wartenden Freundin beizustehen. Die Beiden knutschen heftig, bevor der Ministrant nach vorr\u00fcbergehender Triebbefriedigung seinem Dienst wieder nachgeht.<br \/>\n<strong>Wandlung:<\/strong> Einzelne G\u00e4ste werden in ihrem Gespr\u00e4ch von den einsetzenden Kirchenglocken gest\u00f6rt.<br \/>\n<strong>Kommunion:<\/strong> Ein weiteres Paar aus Penzberg gedenkt seines heutigen Hochzeitstages und isst mit mir eine K\u00e4sesemmel. Aus Piet\u00e4tsgr\u00fcnden (und vielleicht auch, um dabei nicht direkt von Luiz Paulo beobachtet zu werden) halten wir uns dabei auf dem hinteren Teil des Platzes auf.<br \/>\n<strong>Abschluss:<\/strong> Ein betrunkener Reiter kommt auf seinem r\u00e4udigen Pferd das zweite Mal an der Kirche vorbei. Dieses Mal scheint auch sein Pferd einen Eimer Caipi getrunken zu haben, es wirft ihn beinahe in den nebenstehenden M\u00fcllcontainer ab.<br \/>\n<strong>1. Festrede:<\/strong> Ein Hund kackt neben die Bust\u00fcr und bringt damit bestimmt noch viel Freude in die Heimfahrt\u2026<br \/>\n<strong>2. Festrede:<\/strong> Inzwischen haben einige den Platz und die umliegenden Kneipen vollst\u00e4ndig erkundet. Die Exkursion findet ihren Abschluss bei einem Eis neben der Kirche.<br \/>\n<strong>Auszug:<\/strong> Ein kleines Feuerwerk erweckt die, die eingeschlafen sind, und ermahnt sie, allm\u00e4hlich zu \u00fcberlegen, in welchen Bus sie einsteigen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend bei der Hinfahrt erstaunlicherweise ein Plan existierte, wer in welchem Bus sein muss, und dieser Plan auch akribisch \u00fcberpr\u00fcft wurde, k\u00fcmmert sich bei der R\u00fcckfahrt keiner mehr so genau um die Anwesenheit aller. Entgegen der Hoffnung einzelner finden auch Blechbixn und Lachsack in letzter Minute den Bus wieder.<\/p>\n<p>Klaus ist eingeschlafen. Als er aufwacht, sitzt er direkt unter der tropfenden Kimaanlage und ist etwas nass.<br \/>\nEs wird lauter im Bus. Man sorgt sich um unsere Sicherheit. Es wird telefoniert, gerufen, gestikuliert \u2026 wir sollen nach der Ankunft der Busse unversehrt zu unseren Gastfamilien gelangen. Dazu w\u00fcrde man uns gerne in Watte packen und in einer Prozession durch die Stra\u00dfen tragen. Fast gelingt dies auch, auf jeden Fall kommen wir mit guten W\u00fcnschen, vielen ermunternden Blicken und unversehrt ins Bett.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abendmesse: Padre Luiz Paulo, der momentan letzte Kaplan von Padre Rob\u00e9rios gro\u00dfer Pfarrei feiert seine Abschiedsmesse. Er bekommt nun eine eigene Pfarrei in der Erzdi\u00f6zese. 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