{"id":1025,"date":"2012-08-18T19:04:44","date_gmt":"2012-08-18T18:04:44","guid":{"rendered":"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/?p=1025"},"modified":"2014-08-16T19:24:32","modified_gmt":"2014-08-16T18:24:32","slug":"die-situation-wird-besser-warum-wir-immer-noch-dringend-helfen-muessen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/?p=1025","title":{"rendered":"Warum wir immer noch dringend helfen m\u00fcssen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Keine Frage: Eine Partnerschaft, die Hilfe zur Selbsthilfe liefern will, hat letztlich das Schicksal, genaugenommen sogar das Ziel sich \u00fcberfl\u00fcssig zu machen.<\/strong><br \/>\n<strong> Da wir hier Freunde haben, wollen wir nie \u00fcberfl\u00fcssig werden, dies wird auch so schnell nicht passieren, und wenn doch, dann bleiben wir immer noch Freunde und feiern das Leben.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_1026\" aria-describedby=\"caption-attachment-1026\" style=\"width: 300px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"wp-image-1026 size-medium\" title=\"\u00a9 Joachim \/ FrKr ML\" src=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/bras_12-dinarte-martiz-c-frkr-ml-300x225.jpg\" alt=\"Bild eines Computerraums\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/bras_12-dinarte-martiz-c-frkr-ml-300x225.jpg 300w, http:\/\/maeluiza-penzberg.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/bras_12-dinarte-martiz-c-frkr-ml.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1026\" class=\"wp-caption-text\">\u201cBoa! De ham Computer! So schlecht kons dene ned geh.\u201d \u2013 Nat\u00fcrlich kommt eine Erg\u00e4nzungsschule, die die Jugendlichen auf den modernen Berufsalltag vorbereiten soll nicht daran vorbei informationstechnische Grundbildung zu liefern. (Hier ein Comp.Raum einer anderen Schule in ML)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es hat sich in diesen 25 Jahren Einiges ver\u00e4ndert, aber es ist auch noch viel zu tun.<br \/>\nDer Hunger im Viertel ist nicht mehr das gro\u00dfe Problem, wenn hier sogar einige zu Dicke rumlaufen, (also \u2013 Nicht-Deutsche <span class=\"wp-smiley emoji emoji-wink\" title=\";-)\">\ud83d\ude09<\/span> ) dann hei\u00dft das noch lange nicht, dass die zu viel haben, sondern meist, dass es hier Fehlern\u00e4hrung gibt. Zucker und Mehl ist hier recht g\u00fcnstig zu bekommen, wenn aber ein Kind bis zum dritten Lebensjahr fast nur Kekse isst, und deshalb nicht spindeld\u00fcrr ist, hei\u00dft das noch lange nicht, dass alles in Ordnung ist.<\/p>\n<p>Der Staat erkennt einige Probleme und beginnt sich darum zu k\u00fcmmern. (Bildung, Mindestlohn) Aber die Erg\u00e4nzungsschule Casa Crescer z.B. bietet wesentlich mehr, als das marode Schulsystem in Brasilien und ist bitter n\u00f6tig, damit die Menschen in einem armen Viertel wie Mae Luiza \u00fcberhaupt halbwegs Anschluss an das \u2018normale\u2019 Leben bekommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Entwicklung hier hat noch viele Ziele. Wenn ein Problem gel\u00f6st ist, muss eben das n\u00e4chste angegangen werden.<br \/>\nAu\u00dferdem reicht es nat\u00fcrlich nicht eine Struktur zu schaffen, man muss sie auch erhalten.<br \/>\nPersonal muss bezahlt werden, Bauten m\u00fcssen erhalten werden etc.<br \/>\nDie wirtschaftliche Situation f\u00fcr das Centro S\u00f3cio ist momentan recht schwierig.<br \/>\nDas liegt dummerweise an der insgesamt positiven Entwicklung in ganz Brasilien:<\/p>\n<p>Brasilien hat von der Wirtschaftskriese bis jetzt profitiert. Gro\u00dfe Geldmengen an der B\u00f6rse konnten nicht verzockt werden (zumindest von staatlicher Seite \u2013 von den wenigen steinreichen im Land schon), mit der kommenden Fussball-WM und der kommenden Olympiade geht ein Bauboom und ein wirtschaftlicher Aufschwung durchs Land.<\/p>\n<p>Die Regierung hat grunds\u00e4tzlich die richtige Richtung. Das bedeutet z.B. dass der Mindestlohn gravierend gestiegen ist. Man kann mittlerweile tats\u00e4chlich einigerma\u00dfen davon leben. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass z.B. in den Einrichtungen des Centro S\u00f3cio die Lohnkosten gestiegen sind. Das Geld muss erst mal aufgebracht werden.<\/p>\n<p>Die Kriese in Europa bedeutet auch, dass der Real auf- und der Euro abgewertet wurde. Das hei\u00dft, dass unsere Spenden vor Ort nicht mehr das wert sind, was sie es noch vor ein paar Jahren waren.<\/p>\n<p>Dann kommen noch solche Dinge dazu, dass das Centro f\u00fcr verschiedene Aufgaben vom Staat unterst\u00fctzt wird, die Administration von Natal aber nicht in der Lage ist daf\u00fcr zu sorgen, dass diese Gelder auch tats\u00e4chlich ankommen.<br \/>\nOder solche Dinge, dass ein Lehrer in Mae Luiza von Staat bzw Stadt wesentlich schlechter unterst\u00fctzt wird, als in anderen Vierteln.<\/p>\n<p>So ergibt sich eine Situation, die Hilfe f\u00fcr das Centro S\u00f3cio (und damit f\u00fcr die Entwicklung im Viertel) bitter n\u00f6tig macht, obwohl wir insgesamt von einer erfreulichen Entwicklung berichten k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keine Frage: Eine Partnerschaft, die Hilfe zur Selbsthilfe liefern will, hat letztlich das Schicksal, genaugenommen sogar das Ziel sich \u00fcberfl\u00fcssig zu machen. 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